LAOS – DAS LAND DER TAUSEND INSELN

“Laos – das Land der tausend Inseln” – da mag manch einer denken, was ist denn das für ein Titel? Laos liegt doch nicht am Meer, wo sollen dort tausend Inseln sein? Aber man mag es kaum glauben, eines der Hauptreiseziele Laos’ sind die 4000 Inseln im Süden des Landes. Wenn wir an Inseln denken, denken wir an kleine Erhebungen des Bodens im Meer oder im See. Nicht so aber in Laos. Die 4000 Inseln sind im Mekong gelegen, dem Fluss der das Land einmal komplett durchquert. An der kambodschanischen Grenze verbreitert sich der Flusslauf so stark, dass im Fluss um die 4000 Inseln Platz finden. Diese Inseln waren der letzte Stop und das absolute Highlight meiner Laosreise. Aber beginnen wir am Anfang:

Luang Prabang

Anreise

Slowboat – von Chiang Mai in Thailand aus gibt es zwei Wege nach Luang Prabang. Die schnellste Wahl ist der Bus über Nacht, die längere aber mit Sicherheit auch aufregendre ist der Weg mit dem Slowboat auf dem Mekong. Die Reise zur Grenze unterscheidet sich nicht, am Besten übernachtet man in Chiang Kong auf thailändischer Seite und reist am nächsten Tag gemütlich weiter. Ich habe gemeinsam mit zwei Freundinnen eine Tour von Chiang Mai über Chiang Kong und Pakbeng nach Luang Prabang gebucht. Kostenpunkt der Tour: 1800 Baht (inkl. 1 Übernachtung, 1 Abendessen, 1 Frühstück, 1 Mittagessen und Fahrtkosten). Ich habe lange darüber nachgedacht diese Tour auf eigene Faust zu machen aber da meine Freundinnen gerade erst in Asien angekommen waren und sich erst einmal akklimatisieren mussten und ich nach einigem Rumgerechne feststellte, dass es nicht billiger sein wird, entschied ich mich für die mehr oder weniger voll organisierte Tour. Im Nachhinein kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass es eine sehr gute Wahl war. Wir wurden morgens mit dem Minibus abgeholt, sammelten in den anderen Hostels die restliche Reisegruppe ein und los gings Richtung Chiang Kong an der Grenze zu Laos. Unterwegs hielten wir am White Temple und bestaunten die wundervolle Landschaft Nordthailands. In Chiang Kong angekommen wurde unsere Gruppe im Namkhong guesthouse abgesetzt, wo wir in schicken Zimmern die erste (inkl) Nacht verbrachten. Die Anlage war sehr gepflegt, das Personal sehr zuvorkommend, das Essen super lecker und der Pool (für den man 20Baht zahlen musste) eine willkommene Abkühlung. Am ersten Abend hatte unsere Gruppe genug Gelegenheit sich näher kennenzulernen und ich muss sagen, dass die vielen unterschiedlichen Charaktere vor allem die langen Bootsfahrten der nächsten beiden Tage sehr viel angenehmer machten.

Nach einer durchfeierten Nacht und somit wenig Schlaf wurden wir nach einem leckeren Frühstück von einem Minibus abgeholt und zur Grenze gebracht. Zunächst reist man aus Thailand aus, fährt dann mit einem Bus über die sogenannte friendship bridge und reist dann auf der anderen Seite des Mekongs nach Laos ein. Das Visum bekommt man relativ problemlos. Alles was man dafür braucht sind ein Passfoto und 30US$. Am Grenzübergang gibt es außerdem auch gleich Geldautomaten. Dort solltet ihr – sofern ihr die Bootstour macht – auch möglichst gleich ein paar Kip abheben, damit ihr in Pakbeng eure Übernachtung zahlen könnt. Ich meine mich zu erinnern, dass es dort keinen Geldautomaten gab. Nach einiger Wartezeit holte uns an der Grenze ein Minibus ab und brachte uns zur Anlegestelle der Slowboats, dort deckten wir uns noch mit Essen ein und schon ging es los.
Achtung: Beim Warten auf das Boot werden euch bereits Hotelzimmer in Pakbeng angeboten – bucht bitte nichts, vor Ort sind die Zimmer um einiges billiger und es gibt eine riesige Auswahl.

Auf den Booten kann es vor allem im hinteren Bereich aufgrund des Motors sehr laut werden, ich empfehle euch daher euch beim Einstieg etwas zu beeilen um euch Plätze im vorderen Bereich zu sichern. Die Stimmung auf dem Boot war ausgelassen – sogar ein paar Einheimische traten gemeinsam mit uns die Reise an, was sehr schön war. Umrahmt von Hügeln gings dann wirklich “slow” vorbei an kleinen Dörfern, Tieren und winkenden Kindern. Hin und wieder stoppte das Boot mit einem harten Kampf gegen die Strömung um ein paar Einheimische aussteigen zu lassen – jetzt war mir auch klar warum die Einheimischen mit dem Boot fahren und nicht mit dem Bus, denn dort kommt man gar nicht anders hin. Irgendwann erzählte mir mal jemand, dass es auch vorkommen kann, dass man bei so einer Fahrt auf dem Mekong schon auch mal eine Leiche im Wasser vorbei dümpeln sieht. Ich wollte das gar nicht glauben, bis ich es mit eigenen Augen sah – Gottseidank wars aber nur ein aufgedunsenes Schwein, das mit den Stummelbeinchen nach oben im Wasser schwamm. Auf jeden Fall bewirkte es, dass das Boot etwas ins Schwanken kam, da alle zu einer Seite sprangen um zu sehen was los war.

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Nach ca. 7 Stunden fahrt kamen wir in Pakbeng an und wurden dort von zahlreichen Gueshousebesitzern und Kindern empfangen. Der Ausstieg war ein kleines Abenteuer, denn der Steg war – in unseren europäischen Augen – etwas provisorisch aus großen Plastikkanistern gebaut. Man muss dann noch ein kleines Hügelchen erklimmen aber das wars dann auch schon. Wir liesen uns von einem sehr netten jungen Mann zu seinem guesthouse, dem Maophasok Guesthouse, bringen. Macht unbedingt vorher einen Preis aus, die Preise dort sind nämlich ziemlich willkürlich. Es folgte eine lustige, wenn auch kurze Fahrt auf der Ladefläche seines pickups. Im guesthouse angekommen war seine erste Frage: “So, what do you want? I’ve got opium, crack, heroin, weed, crystal,…!” Wir dankten ihm herzlich für das Angebot und bestellten uns eine Ladung Bier, bei dem er uns auch Gesellschaft leistete.

Die Nacht war sehr angenehm kühl, das Essen im guesthouse sehr lecker und die happy bar nebenan war auch ganz nett. In dem Dorf, das fast nur aus guesthäusern besteht gibt es sonst nichts zu sehen, weshalb wir relativ früh in der Bar nebenan landeten und dann auch bald ins Bett gingen.

Am nächsten Tag gings dann weiter – next stop Luang Prabang. Auf einem etwas kleineren Boot gings um 9Uhr weiter nach Luang Prabang. Die alten Minibussitze kamen uns sehr gelegen, da sie nicht im Boden verankert waren. Kurzerhand stellten wir uns eine kleine Sitzgruppe zusammen, was natürlich viel angenehmer war, als wie im Bus hintereinander zu sitzen. Die zweite Fahrt unterschied sich nicht sehr von der ersten – die Landschaft, die an uns vorbeizog war wahnsinnig beeindruckend und die Stimmung wunderbar ausgelassen. Bier, Suppen und Getränke konnte man, wie auch am Tag zuvor, auf dem Boot kaufen. Proviant ist trotzdem zu empfehlen. Um ca 16:00 Uhr kamen wir am Hafen in Luang Prabang an. Da dieser etwas außerhalb liegt, muss man ein Tuktuk in die Stadt nehmen. Verhandeln ist möglich, bringt aber nicht sonderlich viel und kostet nur Nerven. Einfach zahlen und los gehts.

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Unterkunft

Unterkünfte gibt es sehr sehr viele. Wir waren in zwei verschiedenen, die beide nicht sonderlich toll waren. Daher möchte ich hier auch keine empfehlen, sondern euch nur vom TT-first guesthouse abraten. Obwohl es ein verhältnismäßig teures (150000kip pro DZ mit Klima) guesthouse mit wunderschönen Zimmern ist, wurde uns dort Geld geklaut und die Manager reagierten auf unsere Beschwerde sehr unverschämt. Daher kann ich nur sagen – nehmt wirklich alles mit oder versteckts gut 😉

Sehenswürdigkeiten

Altstadt/Innenstadt: Ein Spaziergang durch die wunderschöne Innenstadt auf der Halbinsel im Mekong ist es wirklich wert sich einen oder zwei oder auch drei Tage Zeit zu nehmen. Zahlreiche Restaurants, Cafes, Schmuck-, Kunst,- und Klamottenläden säumen die sauberen Straßen und laden zum bummeln und entspannen ein.
Ihr wollt Souveniers für Freunde und Familie aus Laos mitbringen? Dann kauft hier ein. Ich habe im ganzen restlichen Land keine so tollen Dinge mehr gefunden.
Luang Prabang ist ein bisschen wie das Chiang Mail Thailands – voll mit Künstlern und Alternativen Lebensformen. In den Straßen sind neben den klassischen Tuktuks auch etliche Oldtimer zu sehen, die vor den alten Gebäuden im Kolonialstil eine wirklich tolle Figur machen.

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Essen und Trinken

Utopia Bar: eine Bar mit einem wahnsinnig tollen Ambiente. Als wir dort waren war St. Patricks day. Alle Getränke wurden auf Wunsch mit grüner Lebensmittelfarbe gefärbt und es gab Bodypaint – natürlich in grün. Auch die Musik war super, nur leider war um 12Uhr Feierabend.

nightmarket: Der nightmarket ist recht groß und hat einiges zu bieten. Eine Seitengasse ist voll mit laotischem und auch westlichem Essen. Es gibt viel Gegrilltes, Nudeln, Reis, Salate – alles sehr, sehr lecker und für unsere europäischen Gaumen ja auch nicht alltäglich. Außerdem gibt es sehr leckere und frisch zubereitete Fruchtshakes – sehr zu empfehlen!

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Tat Kuang Si Wasserfall:  Das für mich größte highlight in und um Luang Prabang. Aber sehr selbst:

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Dort hin zu kommen ist super einfach. Überall an der Straße werden Touren angeboten. Gekostet hat das ganze 30000 Kip pro Person. Schnappt euch ein großes Tuktuk und teilt euch die Fahrt mit ein paar Leuten. Es macht riesigen Spaß den Fahrtwind um die Nase zu spüren und dabei die umliegenden Döfer zu bestaunen.

Am Parkplatz vor dem Wasserfall angekommen gibt es jede Menge Stände mit Kleidung und kleine Restaurants (mit übrigens super leckerem Avocadosalad – kann ich nur empfehlen). Zu Fuß geht es dann entlang von türkiesblauen Wasserterrassen bis hoch zum eigentlichen Wasserfall. Der Weg ist ein Trampelpfad, den man aber problemlos begehen kann. Das herrlich kühle Wasser bietet dazu eine wundervolle Abkühlung. Ich hätte den ganzen Tag dort verbringen können, doch unser Tuktukfahrer wollte nach 3 Stunden wieder zurück fahren – klar, er wollte ja noch was verdienen.

Must do

Wasserfalltour, nightmarket , durch die Stadt wandern und sich treiben lassen und vor allem Lab essen. Manchmal wirds auch Laap oder Larb geschrieben und ist mit verschiedenen Fleisch- und Fischsorten oder auch vegetarisch mit Tofu zu bestellen. Serviert wird klein gehacktes Fleisch, Fisch oder Tofu mit klein geschnittenen grünen Bohnen, Koriander (wichtig: wenn ihr keinen Koriander mögt, lasst die Finger davon) und einer Soße in der definitiv Sojasoße drin war – was sonst noch? keine Ahnung. Dazu gibts entweder Reis oder Sticky rice. Es war wirklich eines der besten Essen, das ich je in Asien gegessen habe. WOW!

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Tollstes Erlebnis

Einen Tag nachdem wir aus unserer ersten Unterkunft in Luang Prabang auszogen, weil es uns dort nicht gefiel (zu weit weg vom Zentrum, relativ runter gekommen,..), fiel einer meiner Freundinnen auf, dass sie ihren E-Book-Reader dort unter dem Kopfkissen vergessen hat. Wir baten die Damen in unserem guesthouse dort anzurufen und zu fragen ob sie ihn gefunden haben. Doch wie erklärt man einem Laoten was ein E-Book-Reader ist? Nach ewigem hin und her Erklären kamen wir auf die Idee ihn als kleinen Computer zu bezeichnen und siehe da – sie haben ihn gefunden und wir konnten ihn abholen. Also sind wir kurzerhand in ein Tuktuk gestiegen und fuhren zu unserem alten guesthouse. Da stand auch schon der Besitzer und überreichte meiner Freundin stolz das Fundstück. Im Nachhinein tat es uns dann irgendwie leid, dass wir umgezogen sind. Er hätte nämlich auch noch schickere Zimmer gehabt. Vertrauenswürdig sind sie jedenfalls, die Laoten.

Vang Vieng

Anreise

Minibus – für 110000 Kip pro Person gelangt man in 6 Stunden nach Vang Vieng. Die Fahrt ist aufregend, schlechte Straßen schlängeln sich Hügel auf und ab, vorbei an kleinen Dörfern, einzelnen Hütten, Feldern, endlosen Wäldern, Waldbränden und auch an Unfällen. Unser Minibusfahrer fuhr – um es auf gut deutsch zu sagen – wie ne gesenkte Sau. Sicher fühlt man sich auf so einer Fahrt wirklich nicht. Andere erzählten das selbe von ihren Minibussen. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, nehmt lieber den großen Bus. Allerdings kann man sich beim Kauf der tickets ja auch nie ganz sicher sein ob man tatsächlich das bekommt was man erwartet.

Unterkunft

Manaly Villa: 40000 Kip pro Person im Doppelzimmer. Gegenüber der populärsten Bar in Vang Vieng gelegen ist dieses guesthouse bis 12 Uhr relativ laut. Danach kann man jedoch auch dort sehr gut schlafen. Die Zimmer sind groß und sauber, das Personal sehr freundlich und die Lage für Feierwütige optimal. Wenn ihr in Hostels wollt, reserviert besser vor. Als wir gegen Abend ankamen war wirklich alles voll.

Sehenswürdigkeiten

Blue Lagoon und Tham Phu Kham Cave: Etwas außerhalb von Vang Vieng befindet sich die Blue Lagoon neben der eigentlich viel spektakuläreren Tham Phu Kham Cave. Mit einem Tuktuk gelangt man für 100000 Kip (pro Tuktuk) in etwa 20min und durch eine wundervolle Landschaft zum Eingang. Das überqueren einer Brücke kostet nochmals 5000 Kip pro Person. Der Eintritt für die “Anlage” liegt bei 10000 Kip. Es gibt genug Liegefläche um zu entspannen und auch ein Restaurant, in dem man sich – wie immer wenn viele Touristen auf einem Haufen sind – etwas überteuertes Essen kaufen kann. Auch wenn ich die Blue Lagoon etwas enttäuschend fand, da man für alles extra zahlen musste (Klo, Rutsche, …), war die Höhle dafür umso faszinierender. Aber Achtung: Festes Schuhwerk und gute Fitness sind wirklich nötig. Über einen kleinen steilen Pfad, den man mehr klettern als laufen musste gelangt man zum Höhleneingang. Es gibt nur wenige “Trampelpfade” durch die Höhle und man kann sich dennoch wirklich darin verlaufen bzw. verklettern. Ohne meine Stirnlampe wäre ich wohl aufgeschmissen gewesen, denn nach etwa 50 Metern sieht man seine eigene Hand vor Augen nicht mehr. Ein tolles Erlebnis!

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Essen und Trinken

Sakura Bar: Ein absolutes Muss für alle, die mal eine Auszeit von Kultur und Einheimischen brauchen, was ich vollkommen verstehen kann. Hier fühlt man sich plötzlich nicht mehr wie in Laos. Sowohl Musik als auch Getränke erinnern sehr an unsere westliche Welt und helfen vielleicht sogar ein bisschen gegen das Heimweh. Neben free t-shirts für zwei Wodka-Mix-Getränke gibts auch happy balloons und zahlreiche andere leckere Getränke. Im vorderen Bereich ist eine große Tanzfläche mit Podest und im hinteren Bereich eine nicht überdachte chillout area mit Sitzgelegenheiten. Leider macht die Bar bereits um 24Uhr zu. Also: Früh da sein lohnt sich.

Room 101: Einer der Clubs, die abwechselnd nach 12 Uhr, also nachdem die Sakura Bar schließt, öffnet. Es war super viel los und die Preise waren recht hoch aber die Stimmung ist großartig und für jeden der gerne tanzt und die abstürzenden Teenies um sich rum ignorieren kann – super.

Must do

Tubing: Tubing, dafür ist Vang Vieng sowohl berühmt als auch gefürchtet. Mit einem Reifen wird man zum Fluss gefahren und “floated” darin mit dem Strom, vorbei an zahlreichen Bars, den Fluss hinunter. Vor einigen Jahren wurden viele Bars geschlossen und kurzzeitig sogar ein allgemeines Tubingverbot verhängt – aufgrund der vielen Unfälle im Wasser. Junge Menschen mit viel Alkohol im Blut seien immer wieder ertrunken, heißt es.
Nun haben einige wenige Bars wieder auf, die Parties sind kleiner aber dennoch sehr schön. Wer keine Lust auf feiern hat kann sich auch einfach an den Bars vorbei treiben lassen und die wundervolle Landschaft genießen.
Kostenpunkt: 55000 Kip p.P.  der Start ist bist 16:00 möglich, ich würde aber dazu raten so früh wie möglich los zu gehen, da es gegen später doch etwas kühler werden kann wenn die Sonne hinter den Bergen verschwindet. Wer den Reifen nach 16:00 zurückbringt zahlt 10000 Kip zusätzlich. Das Pfand für den Reifen liegt bei 60000 Kip.
Achtung: Es gibt keine drybags zum Leihen. Man kann aber im Laden neben der Verleihstation ab 35000 Kip einen kaufen. Kann ich nur empfehlen.

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Vientiane

Anreise

Bus – in etwa vier Stunden gelangt man mit dem Bus für 45.000 Kip p.P. von Vang Vieng nach Vientiane. Wir nahmen den Bus, der uns direkt im Stadtzentrum raus lies und zahlten dafür 5000 Kip extra. Im Enddefekt hielt aber jeder Bus an der selben Haltestelle – der sogenannte “drop off city centre” war also eine der typisch asiatischen Abzocken, aber was sind schon 5000 Kip 🙂

Unterkunft

Lucky backpackers: ein kleines typisches Hostel mit Mehrbettzimmern und Duschen auf dem Flur. Die Zimmer sind relativ eng und die meisten haben keine Fenster. Jedoch ist eine Klimaanlage vorhanden, was bei den Temperaturen in Vientiane durchaus angenehm ist.  Für ein Bett im 4-Bett-Zimmer zahlten wir 50.000 Kip p.P. inklusive Frühstück

Sehenswürdigkeiten

Außer dem Fluss, einigen Märkten und zahlreichen Gebäuden haben wir von Vientiane nicht allzu viel gesehen, da wir am nächsten Tag gleich weiter gefahren sind.

Konglor

Anreise

Bus – Mit einem typischen local bus gelangt man für 110.000 Kip von Vientiane nach Konglor. Oftmals haben diese Busse keine Klimaanlage, wir hatten jedoch Glück. Die 7 stündige Fahrt schlängelt sich über steile und kurvige Straßen, vorbei an Wäldern, Feldern und kleinen Dörfern bis ins wunderbar kühle, in einem Tal gelegene Konglor.

Unterkunft

Konglor Eco Lodge: Der Bus aus Vientiane hält direkt vor der Konglor Eco Lodge. Für 50.000 Kip war hier ein Doppelzimmer mit Ventilator zu haben. Eine Klimaanlage war nicht nötig, denn das Klima im sehr viel höher gelegenen Konglor war weitaus angenehmer als in Vientiane – wir haben fast schon gefroren obwohl es bestimmt 25°C hatte.

Im Nachhinein würde ich nicht gleich in der Konglor Eco Lodge einchecken. Es war wirklich keine schlechte Unterkunft, im Gegenteil, jedoch gab es in im Dorf selbst eine Vielzahl an Homestays – Übernachten bei Einheimischen würde ich persönlich jedem noch so tollen Hotel vorziehen. Da waren wir wohl ein wenig voreilig.

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Sehenswürdigkeiten

Das Dorf Konglor:  Ein typisch laotisches Dorf – Hühner, Katzen, Hunde, Schweine, Frauen, Männer, Kindern – das Leben spielt sich friedlich auf der Straße ab. Man mag denken, dass ein gewisser Lärmpegel bestehen muss, wenn so viele verschiedene Lebewesen auf einem Haufen sind, aber weit gefehlt: es war so friedlich wie ich es noch fast nirgends in Asien erlebt habe.
Nach einer kleinen Wanderung durchs Dorf zog uns ein Restaurant mit Blick auf den Fluss an: das Enjoy Boy Restaurant. Wir waren die einzigen Gäste – kein Wunder, es waren ja auch kaum Touristen im Dorf. Zum Restaurant gehört auch ein Homestay/Guesthouse, das sehr nett aussah. Das Essen wurde frisch für uns zubereitet und war unglaublich lecker. Der Blick auf den Fluss, seine Wasserbüffel, spielenden Kinder und Angler entschädigte auch die typisch laotische Wartezeit.

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Konglor Cave: Nur 15min Fußweg durch das Dorf und durch einen kleinen Wald führten uns zum Eingang der Konglor Höhle. Der Eintritt kostet 2000 Kip, da man die Höhle aber nicht zu Fuß begehen kann, sondern nur per Boot, fallen weitere 120000 Kip pro Boot (max. 3Personen) an. Im Preis inbegriffen sind außerdem Schwimmwesten und Stirnlampen, die man auch wirklich gut brauchen kann. Ein kurzer Fußmarsch führt zur Bootsanlegestelle am Eingang der Höhle.

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Nach nur 2 Minuten im Boot war uns klar, warum uns diese riesigen Stirnlampen angedreht wurden, denn schon jetzt konnte man kaum noch seine Hand vor Augen sehen. Es war uns wirklich unerklärlich wie unsere Kapitäne den Weg finden konnten ohne ständig die Wände der Höhle zu rammen. Die Fahrt dauerte etwa eine Stunde, inklusive einem Stop an einer Stelle mit unglaublich vielen Stalagmiten und Stalaktiten. Ein magischer Ort, nicht zuletzt wegen der wundervoll bunten Ausleuchtung. Seht selbst:

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Nach einer weiteren Fahrt und einigen Zwangsstops aufgrund der geringen Wassertiefe (ich kann nur empfehlen gute,wasserfeste Schuhe anzuziehen), fuhren wir auf der anderen Seite des Berges aus der Höhle heraus und machten einen kurzen Halt in einem friedlichen Wald mit einigen kleinen Ständen, an denen Snacks verkauft wurden. Auch die Fahrt zurück, ohne Stops, war absolut faszinierend. Die Dunkelheit hüllte uns ein und das Brummen der Motoren der Boote klang fast ein wenig unheimlich.

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Essen und Trinken

Restaurant der Eco Lodge: Zur Eco Lodge gehört ein kleines Restaurant mit sehr leckeren Speisen. Der Betrieb wird von einer typisch laotischen Familie geführt, was das ganze wirklich sehr sympatisch gemacht. Es gibt typisch laotische aber auch thailändische Speisen zu etwas höheren aber dennoch angemessenen Preisen.

Tollstes Erlebnis

Fahrt von Konglor nach Pakse: Nach zwei Tagen Konglor gings weiter Richtung Süden. Mit dem selben Bus, mit dem wir kamen ging’s eine Teilstrecke zurück bis zu einer Kreuzung. Hier mussten wir Aussteigen und auf den Bus in Richtung Pakse warten, da unser Bus logischerweise nach Vientiane weiterfuhr. Ungeschickt war nur, dass ein Teil von uns kein Bargeld mehr hatte, denn, und das solltet ihr unbedingt beachten: in Konglor gibt es keinen ATM!!!! Da wir aber unbedingt Bargeld für den Bus von Ban Lao, so heißt das Dorf an der Kreuzung, nach Pakse brauchten, musste einer von uns dort ganz schnell zu einem ATM laufen. Da der erste ATM leider außer Betrieb war, dauerte das ganze etwas länger, was dazu führte, dass wir den nächsten Bus nach Pakse verpassten. Langsam machte sich Verzweiflung breit, da auch weit und breit niemand zu finden war, der Englisch sprach. In einer Tankstelle wurden wir schließlich fündig – die Busse fahren ständig, einen wirklichen Fahrplan gibt es nicht, wir sollen einfach an der Straße warten und dem nächsten Bus winken. Gesagt getan. Einige Busse fuhren vorbei aber da sie voll waren wollten sie nichts von unserem Winken wissen. Als wir schließlich in einen Bus einsteigen durften ging alles ganz schnell und für die laotische Gemütlichkeit eigentlich viel zu hektisch. Die Busfahrer hatten es eilig und die Fahrgäste wohl auch. Obwohl am Bus Pakse dran stand wurden wir nach 4 Stunden Fahrt und zwei kurzen Pinkelpausen im Busch in Savanaketh am Busterminal rausgeschmissen. Da wir mal wieder keine Ahnung hatten was als nächstes passiert und keiner wirklich Englisch sprach kauften wir uns erstmal Sandwiches und versuchten uns durchzufragen. Da wir Pakse nun doch ein ganzes Stück näher gekommen sind beruhigten sich die Gemüter und nach der Info, dass der Bus in 3 Stunden fahren würde, begannen wir Karten zu spielen und Bier zu trinken. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie fasziniert die Laotischen Männer waren. Biertrinkende und Kartenspielende Frauen, wovon auch noch zwei blond waren. Wir waren die Sensation am Busbahnhof.
Weitere 5 Stunden später erreichten wir endlich Pakse, schnappten uns ein Tuktuk und fuhren zum von uns auserkorenen Hostel.

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Pakse

Anreise

Bus – in etwa 12 Stunden (wenn man keine Zwangspause machen muss) gelangt man von Konglor nach Pakse.  Die Kosten liegen bei etwa 150000 Kip, je nachdem welche Art von Bus man von Ban Lao in den Süden erwischt.

Unterkunft

Sabaidy 2 guesthouse: Ein äußerlich super erscheinendes guesthouse, das auch von allen Reiseführern empfohlen wird. Nach der ersten von 3 geplanten Nächten waren wir jedoch froh zunächst nur eine Nacht gebucht zu haben. BETTWANZEN – überall und nicht gerade wenige. Ich konnte aufgrund der langen Anreise nur schwer einschlafen – zum Glück. So bemerkte ich die Plage noch fast rechtzeitig. Wir sind mit wenigen Bissen davon gekommen. Als wir den nightguard weckten war er jedoch sehr sauer und sagte nur “I know about the problem”, gab uns ein neues Zimmer und brummte weiter vor sich hin.  Am nächsten Morgen war auch der Manager sehr unfreundlich – wir entschieden uns also umzuziehen. Außerdem ist das gesamte guesthouse durch die dünnen Holzwände sehr hellhörig und als nachts ein paar weitere backpacker ankamen war an Schlaf kaum noch zu denken.

Preis pro Doppelzimmer pro Nacht: 80000Kip (auch bei Bettwanzenplage fällig)

Nang Noi guesthouse: Wesentlich besser, sauberer und vor allem Bettwanzenfrei.  Hier aber am besten vorher reservieren oder ganz früh morgens ankommen. Bereits um 11Uhr waren alle Zimmer belegt.

Preis pro Doppelzimmer: 80000Kip pro Doppelzimmer

Sehenswürdigkeiten

In Pakse selbst gibt es nicht sehr viel zu sehen, dafür hat die Umgebung umso mehr zu bieten.

Bolaven Plateau:  Das Bolaven Plateau ist eine Hochebene in der Nähe von Pakse. Als eine der fruchtbarsten Regionen des Landes hat sie einiges zu bieten. Die Gegend ist sehr leicht zu erkunden: entweder leiht man sich ein Moped und fährt auf eigene Faust oder man bucht sich einen Fahrer. Wir wählten Zweiteres, da zum einen zwei von uns etwas Respekt vor Mopeds haben und wir zum anderen ohnehin nur einen Tag dafür eingeplant hatten und eine Rundtour mit einem Fahrer doch weniger Zeit in Anspruch nimmt.

Preis pro Person bei 4 Personen im Minivan: 150000 Kip

Und so sah unsere Rundtour aus

1. Stop: Tad Fane Waterfall

In der Trockenheit führen die Wasserfälle natürlich nicht sehr viel Wasser, dennoch war es ein imposantes Schauspiel, das Wasser aus einer solchen Höhe herabstürzten zu sehen. Um zum Wasserfall zu kommen läuft man durch eine sehr schön angelegte Hotelanlage, was die Vorfreude fast noch mehr steigert.

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2. Stop: Kaffeeplantage mit Teeverköstigung

Auch der zweite Stop lohnte sich sehr. Die am Straßenrand gelegene Kaffeeplantage mit dazugehörigem Café lädt wirklich zum verweilen ein. Nach einem Spaziergang durch die Kaffeesträucher und vorbei an zum Trocknen ausgelegten Tee, genehmigten wir uns noch einen Kaffee und kosteten die zahlreichen Teesorten. Zu guter Letzt kauften wir natürlich noch etwas Lao Coffee als Mitbringsel für unsere Liebsten zuhause.

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3. Stop: Minority Village

Das Minority Village, in dem wir Halt machten, faszinierte und schockierte mich gleichzeitig. Zum einen finde ich es absolut faszinierend, wie freundlich die Menschen in solchen Dörfern sind, zum anderen schockiert es mich, dass Touristen in solche Dörfer gebracht werden und so mit der Armut und dem Leid der Menschen Geld gemacht wird. Ich kann gar nicht mehr dazu sagen. Schaut einfach selbst:

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4. Stop: Tad Lo Waterfall

Ein wundervoller Ort um eine Mittagspause einzulegen oder auch um zu übernachten. Zahlreiche Bungalows säumen den Wasserfall, man findet also auf jeden Fall einen Platz zum Schlafen.
Auch zum Baden ist der Fluss um den Wasserfall super und die kleinen Restaurants laden zum Schlemmen ein.

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5. Stop: Weaving Village

Das sogenannte Weaving Village besteht aus einigen wenigen Häusern, in denen Stoffe und Schals gewebt werden. Es erinnert ein bisschen an ein Freilichtmuseum und ist bestimmt extra für Touristen gemacht, was aber nicht unbedingt schlecht ist, da man viel über das Färben von Baumwolle und  die verschiedenen Webtechniken erfährt.

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Essen und Trinken

Trattoria Italiana – Dok Mai Lao:  Nach einer so langen Zeit in Asien war uns wirklich mal nach leckerer italienischer Pasta. Da kam uns das Restaurant direkt ums Eck unseres guesthouses gerade recht. Der bereits betrunkene Wirt aus Italien sorgte mit seiner guten Laune und gelegentlichen Tanzeinlagen für eine super Stimmung und das etwas teurere, aber dafür  unglaublich leckere italienische Essen, schmeckte himmlisch.

4000 Inseln

Anreise

Bus und Fähre: Von Pakse aus fährt man etwa 8 Stunden  mit dem Bus nach Ban Nakasang. Von dort aus nimmt man eine Fähre – in Form eines Longtailboats – und fährt nach Don Det oder Don Khong. Die Fahrt inkl. Fähre kostet pro Person 60.000 Kip

Unterkunft

Auf Don Det stehen zahlreiche Unterkünfte zur Verfügung. Die meisten sind Bungalowanlagen – jeder Bungalow hat in der Regel ein bis zwei eigene Hängematten. Eigentlich wollten wir ins Mama Leuah guesthouse auf der sunrise Seite der Insel. Da dieses guesthouse leider aufgrund eines Familienfestes in der Zeit in der wir dort waren geschlossen hatte, sind wir in einem hostel auf der sunset Seite gelandet:

Easygo Hostel: Ein kleines hostel mit nur wenigen Bungalows, zwei Mehrbettzimmern, einem Restaurant/Bar, Fahrradverleih und eigenem Zugang zum Strand. Der flair, den dieses Hostel hat ist mit Worten wirklich nur schwer zu beschreiben. Man fühlt sich ein bisschen wie ein Abenteurer, alles ist sehr einfach gestaltet – die Wände zum Beispiel bestehen nur aus Brettern, durch die im Zweifel sogar der Wind pfeifft. Dennoch wirkt alles sehr neu und lädt zum relaxen ein. Der Blick von der Terrasse der Bar geht direkt auf den Fluss und den Sonnenuntergang – einfach wundervoll.

Preis pro Person pro Nacht im 3-Bett-Zimmer: 25000 Kip

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Sehenswürdigkeiten

Am besten erkundet man die Insel mit dem Fahrrad. Motorisierte Fahrzeuge sind nur spärlich vorhanden und außerdem dem Gepäcktransport und den Restaurants vorbehalten. Die Hauptstraße der Insel besteht aus einem besseren Trampelpfad – Autos fahren hier gar keine.

Ein Fahrrad kostet pro Tag 10000Kip

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Wasserfälle auf Don Khong: 

Die beiden Hauptinseln Don Det und Don Khong sind durch eine massive Steinbrücke verbunden. Um zu den Wasserfällen auf Don Khong zu kommen überquert man diese mit dem Fahrrad, zahlt am Ende der Brücke die 35000Kip Brückengebühr und Eintritt zum Wasserfall und folgt weiter dem Weg in Richtung Wasserfall. Alles ist gut ausgeschildert. Beim Wasserfall parkt man am besten das Fahrrad und schaut sich weiter um. Zu Fuß erreicht man einige Aussichtspunkte und am Ende auch ein nettes Restaurant, in dem es sehr leckere Fruchtshakes gibt.

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Es lohnt sich auch ein wenig die Umgebung des Wasserfalls zu erkunden – also mit dem Fahrrad weiter zu fahren – denn es gibt sehr schöne Strände zum Baden.

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Blue Lagoon: Für alle, die genug von der Natur, dem Sand und der manchmal doch anstrengenden Strömung haben ist im Süden von Don Det ein öffentlich nutzbarer Swimmingpool gebaut worden. Für etwa 3€ kann dort jeder Baden und die Liegen nutzen. Es gibt Wlan und Essen wird direkt zum Pool geliefert. Luxus im Naturparadies – manchmal brauchen wir Westler sowas vielleicht.

Essen und Trinken

Jungle Bar: In der Jungle Bar gibts alles was das Herz begehrt. Sie ist nicht weit entfernt vom Easy Go backpackers und war somit eine beliebte Anlaufstelle für uns. Neben Pizza und Co gibt es hier auch alles was das Hippieherz begehrt:

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Restaurantempfehlungen sind aber eigentlich gar nicht nötig, denn es gibt sehr sehr viele familiengeführte, kleine Restaurants mit sehr leckerem und frisch gekochtem Essen. Nur eins noch:

Reggae Bar:  Die Reggae Bar ist nicht weit entfernt vom Fähranleger und zeichnet sich neben dem typischen Hippieflair kombiniert mit der laotischen Gemütlichkeit durch ein Sprungbrett aus, von dem man direkt aus dem Restaurantbereich in den Fluss springen kann. Die laotische Gemütlichkeit wird hier in vollen Zügen ausgelebt und so kann es schon mal sein, dass man zwei Stunden auf sein Essen warten muss. Bringt also am besten ein bisschen Zeit mit. Vor allem der Restaurantbesitzer ist ein Besuch wert – ich habe noch nie einen verpeilteren (oder sollte ich besser sagen: bekiffteren) Menschen gesehen.

Must do

Ganz oben auf der To Do-Liste auf den 4000 Inseln steht das Relaxen und das Aufsaugen der einzigartigen Atmosphäre. Auf keiner meiner Reisen habe ich bisher eine solche Landschaft, geschweige denn ein so entspanntes Leben beobachten dürfen. Saugt den Flair auf, nehmt in mit nach Hause und behaltet ein Stück der laotischen Gemütlichkeit für euren Alltag.

Wer etwas Action braucht kann auch auf Don Det Tubes leihen und sich den Mekong runter treiben lassen -wobei das auch recht entspannt ist und mit Action wohl wenig zu tun hat. Auch eine Sunset tour kann ich nur empfehlen und sie ist tatsächlich fast überall zu buchen – mit dem Boot geht’s raus aufs Wasser – sehr schön.
Neben diesen Ausfahrten zum Sonnenuntergang gibt es auch zahlreiche Angebote um Irrawaddy-Delfine zu sehen. Hierbei muss man jedoch sehr viel Glück haben und auch verhältnismäßig viel Geld in die Hand nehmen.

Tollstes Erlebnis

Als tollstes Erlebnis kann ich das was ich euch gleich erzähle wohl nicht bezeichnen aber es zeigt ein Stück weit wie “ursprünglich” das Leben auf den 4000 Inseln – in diesem Fall auf Don Det – noch ist, obwohl der Tourismus Einzug gehalten hat.
An unserem letzten Morgen, kurz vor der Abfahrt nach Bangkok, saßen wir als einzige Gäste in einem kleinen Restaurant am Fluss. Generell bin ich ja immer dafür einheimisches Essen auch schon zum Frühstück zu essen, denn Toast, Eier und Co. bekomm’ ich doch auch zu Hause. Außerdem konnte ich es auch nicht mehr sehen. Also bestellte ich mir das Laotische Nationalgericht Larp mit Hähnchenfleisch.
Als wir gerade dabei waren dieses letzte Frühstück in Laos zu verspeisen bog ein Mann, einen Hahn an den Füßen haltend, um die Ecke und wollte diesen gerade in die Küche bringen. Die Köchin sah unsere entsetzten Blicke und schickte den Mann mitsamt dem Hahn wieder weg. Doch statt ihn hinters Haus zu bringen, verstaute er  den Hahn unter der Veranda, auf der wir saßen. Hin und wieder hörte man ein leises Gackern, fast als wäre er ein Huhn. Da wir keinen Zweifel am Schicksal dieses Tieres hatten, war an Essen natürlich nicht mehr zu denken. Nach wenigen weiteren Gabeln schoben wir die Teller von uns und da hörten wir auch schon das letzte kurze Gackern, ein leises Knacken und schon wurde der leblose Körper mit den wundervoll Glitzernden Federn an uns vorbei getragen.
Für uns Europäer ist das eine wirklich komische Situation gewesen, für die Laoten hingegen ist das ganz normal. Und es ist ja eigentlich auch schöner zu sehen wie die Nutztiere frei ums Haus laufen, scharren und sich im Dreck wälzen dürfen. Dennoch: Geflügel zu essen fällt mir seither wirklich schwer.

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